Das ungeliebte Kind

Das ungeliebte Kind

Teil 2/5 – Es kommt vor, dass der innere Erwachsene sich von den Gefühlen und Bedürfnissen des inneren Kindes schützt, indem er sie nicht wahrnimmt und ablehnt, die Verantwortung für sie zu übernehmen. Er trennt sich in der Folge von seinem inneren Kind.

Dieses fühlt sich ungeliebt, verlassen und alleine. Das innere Kind schliesst daraus, schlecht, nicht liebenswert oder unwichtig zu sein, sonst würde es nicht von realen Erwachsenen (Eltern, Grosseltern etc.) oder dem inneren Erwachsenen im Stich gelassen. Die äus- seren und inneren Trennungen rufen in ihm Furcht, Schuld und Scham hervor. Das innere Kind lernt, sich vor Zurückweisung und Verlassenwerden zu schützen. Schliesslich projiziert es seine Ängste auf andere und glaubt allgemein, dass die Umwelt es ablehnen, kritisieren oder kontrollieren will.

Die Wut und die Vorwürfe, mit denen wir als Erwachsene andere konfrontieren, sind nicht nur eine Projektion der elterlichen Ablehnung auf die Aussenwelt, sondern auch eine Projektion des inneren Verlassenseins.

Der Schmerz, die Leere und Einsamkeit des inneren Kindes führt oft in ein Suchtverhalten (Essen, Alkohol, Drogen, Medikamente, Fernsehen, Beschäftigungen, Beziehungen etc.). Oft wird das innere Kind auch abhängig von Bestätigung durch andere.

Ein selbstzerstörerisches Verhalten des ungeliebten Kindes ist auch die Selbstaufgabe. Die eigenen Bedürfnisse werden ganz zugunsten der Bedürfnisse von anderen Menschen aufgegeben.

Psychosoziale Beratung – heisst auch das ungeliebte Kind lieben lernen!

 



FELDIS 2020
„Spirituelle Realität"
jetzt anmelden!