Körperhaltung und Emotion

Körperhaltung und Emotion

In der psychologischen Literatur finden sich viele Experimente zum Zusammenhang zwischen Körperhaltung und psychischem Erleben. Die Fachsprache nennt das Body- Feedback. Darunter versteht man die Rückmeldeprozesse, die das psychische System aus dem Körper bekommt.

Wir kennen alle die umgekehrte Beeinflussung, von der Psyche auf den Körper: Ein stolzer Mensch geht aufrecht, ein depressiver gekrümmt, etc.

Die Beeinflussung von Körper und Psyche funktioniert also in beiden Richtungen. Aufgrund dieser wechselseitigen Beeinflussungsmöglichkeiten und Aufschaukelungsprozessen kann eine massive Wirkung zu Stande kommen (z.B. bei Panikanfällen: Angst beschleunigt Herzschlag, diese Wahrnehmung macht noch mehr Angst, das Herz wird noch schneller, usw.).

Personen, die einige Minuten in einer aufrechten Haltung gesessen haben, zeigen gemäss Untersuchungen anschliessend eine höhere Frustrationstoleranz als Personen, die in gekrümmter Haltung gesessen haben. Vgl.

Diese Erkenntnisse sind natürlich auf sich selbst anwendbar. Maja Storch empfiehlt: „Wann immer Sie bei sich bemerken, dass Sie kurz davor sind aufzugeben, es beim Büffeln auf die Fahrprüfung, bei einem kniffligen fachlichen Problem oder sei es, dass Sie Ihr Kind bei den Hausaufgaben beobachten: Achten Sie auf die Körperhaltung. Vielleicht ist Ihre Mutlosigkeit selbst gemacht, und zwar durch Eigenkrümmung.“

Die Zukunft selber gestalten – durch bewusste Veränderung der Körperhaltung können Sie Einfluss nehmen auf die eigene psychische Verfassung!



SCHWERPUNKTE.
„Was sind
systemische
Strukturaufstellungen?“